Heute bei dir – Kommunikationskultur in der Kirche

Im Frühjahr, in der ersten Coronapause, habe ich schon rumgemotzt. Man hört nichts mehr, der Prozess versandet usw. Da bekam ich auf Twitter schon den freundlichen Hinweis, dass hinter den Kulissen schon eifrig koordiniert wird, um den Gesprächs- und Veränderungsprozess im Bistum Aachen weiterzubringen.

Das Ende der ersten Phase fand ich etwas ernüchternd. Themenforum brachte mich nicht weiter, das Gespräch „meiner“ Teilprozessgruppe mit der Lenkungsgruppe war dagegen in Ordnung. Aber als wir dann die Empfehlungen zur Weiterarbeit sahen, Anfang November bei einer schönen Feier, mussten wir mit der Lupe suchen nach Impulsen, die aus unserer Gruppe und unserem Bericht stammten.

Umso mehr war ich überrascht, als mich im Sommer ein Anruf erreichte. Ob ich in der zweiten Phase wieder dabei sein möchte. Es gibt nun Basis-AGs, die zu Schwerpunktthemen Aufträge bearbeiten sollen. Ich würde in der Gruppe „Willkommens- und Kommunikationskultur“ als Ehrenamtler mitarbeiten – gemeinsam mit wenigen anderen Ehrenamtler*innen und etwas mehr Hauptberufler*innen des Bistums.

Diese Anfrage habe ich mir länger überlegt. Wieder viel Zeit und Arbeit investieren, und dann kommt wieder nichts dabei rum? Abstriche bei der Familienzeit machen für schwere Diskussionen? Total unattraktiv für Ehrenamtler*innen.
Wie auch immer, die Themen haben mich dann doch gelockt, und seit September bin ich in einer sehr gemischt zusammengewürfelten Gruppe. Priester sind dabei, pastorale Mitarbeiter*innen, Öffentlichkeitsarbeiter*innen und viele andere, die größtenteils den Eindruck machen, verändern zu wollen.

Und ja, wir kreisen seit mehreren Sitzungen darum, die Themen einzugrenzen und den Auftrag greifbar zu machen. Denn was ist Kommunikation im Bistum Aachen?

Homepage, Kirchenzeitung, Social Media? Sicher.
Pfarrbriefe, Veranstaltungen, Auftreten der Mitarbeitenden? Auch.
Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, Aussehen von Kirchen, Ansprache an Eltern, Kinder? Auch.
Agieren von Kirchen zu Coronazeiten – absolut.

Derzeit treffen wir uns digital, wöchentlich, abends. Das Pensum ist hoch, zumal wir bei Beginn der Treffen auch einen kompletten Arbeitstag rum haben.
Aber ich freue mich über die agile Gruppe und bin gespannt, was es inhaltlich noch bringt.
Morgen Abend treffen wir uns wieder – und vermutlich wird jede*r seine Meinung über das Kommunikationsverhalten des Bistums zur veröffentlichten Missbrauchsstudie haben.

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