Corona und #Homeoffice – wie geht das?

Es ist die achte Woche, in der die Schulen zu haben. Unsere beiden Kinder (1. und 3. Klasse) sind zu Hause und ich konnte dank des Arbeitgebers, der fast alles mitmacht, direkt ins Homeoffice umsteigen. Aber Eltern, die das auch machen, wissen, Kinderbetreuung und Homeoffice geht nicht so gut. Wie machen wir es?

Unser Familienleben spielt sich größtenteils im Erdgeschoss ab. Dort ist die Küche mit zentralem Tisch und direktem Ausgang auf Terrasse/ Garten. Hier haben die Kinder ihre Arbeitsplätze für ihre Hausaufgaben. Ich nenne das nicht Homeschooling, denn ich bin zwar Pädagoge, aber kein Lehrer. Daher muss ihre Mutter, Lehrerin, im Zweifel abends noch Sachen erklären. Ich habe meine beiden Laptops auch an diesem Tisch stehen (einer zum Arbeiten, der andere für die ständige Kommunikation über Telkos, Slack, WhatsApp u.a.). Kurzzeitig war ich unters Dach gezogen, wo ich meinen Schreibtisch habe, aber bei jedem „Papaaaa!“ musste ich dann runterstiefeln, deswegen ist es so einfacher.

Morgens kann ich im besten Fall (so wie heute) schon um 7 Uhr am Rechner sitzen und erste Sachen bearbeiten. Die Kinder sind dann langsam wach oder spielen sich wach. Bis sie runterkommen und frühstücken wollen, habe ich dann schon eine Stunde rum. Nach dem Frühstück setzen sie sich dann an die Hausaufgaben. Sie wissen, dass das sein muss und sind froh, es früh am Tag hinter sich zu bringen. Hier stockt mein Arbeitsplan dann meistens, denn Motivation und Hilfestellung ist schon immer nötig. Während K2 an jedem Tag immer nur jeweils 2 Seiten Lesen/ Schreiben und Mathe zu tun hat, muss K1 dazu noch Sachkunde, Englisch und Musik oder Kunst machen und sitzt dann schon 90 Minuten pro Tag dran.

Wenn die Kinder die Hausaufgaben durch haben (die Ehefrau bastelt am Wochenende aus den Wochenplänen der Schule Tagespläne für zu Hause), gehen sie spielen. Sie haben sich gegenseitig und können auch mal eine Stunde alleine spielen, wenn man dafür in Kauf nimmt, dass das Haus aussieht wie ein Spielwarenladen. Mittags werde ich dann laut erinnert, dass die Kinder Hunger haben, so dass ich ein Pause zum Kochen einlegen muss. Nachmittags gegen 14 Uhr habe ich dann, wenn es gut läuft, 5 Stunde  arbeiten können (mit Kopfhörern im Ohr, dann glauben die Kinder, ich sei in einer Telefonkonferenz und sind leiser). Je nachdem, ob ich einen Abendtermin habe, kann ich dann schon ein lange Pause machen oder noch weiterarbeiten. Nachmittags wird den Kindern dann oft langweilig und sie fragen immer öfter, wie lange ich noch arbeiten muss und ob ich mal Fussball spielen komme.

Zur Auflockerung haben wir unsere Tagesschau, für die auch während des Tages Videoschnipsel gefilmt werden müssen und unser Meier-Turnier. Seit nunmehr 20 Tagen meiern wir zu dritt und schreiben Punkte auf. Nach 34 Spieltagen (wie die Bundesliga) küren wir dann die ersten drei Plätze.
Nebenan ist seit einigen Wochen eine Baustelle. Wir bekommen neue Nachbarn, die dort bauen und da ist jeden Tag etwas zu sehen (und laut ist es auch, aber das wissen mittlerweile alle Telko-Kolleg*innen).

Was liegen bleibt, bleibt liegen. Sicher müssten wir mal komplett durchputzen und Wäsche waschen kann ich auch nur nach Bedarf („Papaaa, ich hab keine sauberen Unterhosen mehr!!“). Aber wir schlagen uns so durch von Woche zu Woche, wie alle anderen auch. Da ich nicht sehe, dass die Kinder bis August regelmäßig in die Schule gehen, gewöhne ich mich mal an diesen Zustand.

 

 

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