Fridays for future – aber zu Hause

Ich muss zugeben, ich blicke da nicht durch. Und habe auch keine Zeit, mich großartig einzulesen oder schlau zu machen.
Wo geht die Klimakrise hin, wer ist schuld, was kann man tun, warum ist das Klimapaket zu klein? Wie viele Menschen verstehen da die Zusammenhänge?
Trotzdem treibt mich das schon um. Jede*r kann ja bei sich zu Hause im Kleinen anfangen, oder?

Und da gibt es schon viele kleine Dinge, die wir schon länger machen. Kein unnötiges Fliegen natürlich, das Auto mal stehen lassen und mit per Bike-Sharing ins Büro fahren.  Manche Strecken per EScooter mache ich auch schon, wenn es spät abends ist und kein Bus kommt. Ja, ist wohl auch nicht soo toll wegen der Akkus. Dafür kein Heizen mit Öl oder Holz und extreme Dämmung am Haus. Heiztemperatur auf 19 Grad.

Was mich aber immer genervt hat, ist Plastik, welches man immer mit einkauft. Im Supermarkt sind Obst und Gemüse oftmals nochmal verpackt, viele Lebensmittel haben Umverpackungen, die man nicht vermeiden kann. Klar kann man die dann auf dem Supermarktparkplatz direkt dort in den Müll werfen, aber gebraucht wurde die Verpackung dann ja doch. Viel Plastik haben wir im Badezimmer. Shampoos, Duschgel, Rasierzeug, Zahnpasta, Deo, alle möglichen Cremes  – alles in Plastikverpackung.

Gibt es Alternativen? Obst und Gemüse gibt es oft auch lose zu kaufen. In einem großen Aachener Markt konnte man für eine kurze Zeit mit der eigenen Tupperdose Aufschnitt einkaufen gehen. Mittlerweile sind die Mitarbeiter*innen jedoch leider wieder angehalten, die Wurst trotzdem in Folie einzuwickeln. Testkauf – war leider nix (Bild links).

In der Elisengalerie gibt es den Laden „Unverpacktes Glück“. Dort kann man „alles was rieselt“ in die eigenen Gefäße abfüllen – Reis, Müsli, Nudeln, Nüsse und vieles mehr. Dazu Flüssiges – Seifen, Waschmittel u.a. Und Körperpflegeartikel – Zahnpasta am Stiel oder als Tablette, festes Shampoo, wiederverwendbares Küchenpapier, Rasierklingen, Menstruationstassen, Strohhalme aus Glas, Poduschen – eine riesige Auswahl, aber nicht preiswert und mancher Sinn erschließt sich nicht direkt.

Ich habe die Zahnpasta am Stiel und die Strohhalme gekauft. Die Strohhalme nutzen meine Kinder nun anstelle von Plastikhalmen. Die Zahnpasta muss man mit der nassen Zahnbürste abbürsten, damit die Pasta hängen bleibt. Ich bin davon noch nicht überzeugt, zumindest bei klappt das nicht so gut.

Auf dem Rückweg aus dem Urlaub landeten wir im Lush im Centro in Oberhausen. Die haben ja viele Badekugeln oder feste Shampoos. Ich frug die Verkäuferin nach einer Rasiercreme – die habe ich auch für teuer Geld gekauft, aber die gibt es nur in einer Plastikdose…

Dann testeten wir den Laden „Auguste im Bade“ an der Schanz in Aachen. Hier gibt es nur Kosmetikartikel, alles lose, fein, hochwertig. Eine Seife, die ich für Hände, Körper, Haare und als Rasierschaum nutzen kann, kostete 3,80 €. Generell kommt dort vieles aus kleinen Manufakturen aus der Gegend, und alles ohne Palmöl. Auch Kosmetika wie Mascara gibt es. Machte einen guten Eindruck.

Wir werden jetzt mit und mit die Plastikartikel aus dem Bad verbannen.
– Zahnpasta – da testen wir mal die Tabletten.
– Duschgel und Shampoo – haben wir schon festes im Test
– Rasiergel – habe ich ja den von Lush und die Seife von Auguste
– Cremes gibt es feste, die man dann aufschäumen muss.

Was habt Ihr für Tipps, die man einfach umsetzen kann?
Das wird hier kein Klimablog oder irgendwas mit erhobenem Zeigefinger. Aber vielleicht ein Austausch über Praktisches zum Einsparen von Energie, Müll, Nerven…

Den Anschub zu diesem Beitrag gab übrigens diese Dame

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.